Zahnimplantate eignen sich für fast jeden Erwachsenen
Im Prinzip können Zahnimplantate fast in jedem Alter eingesetzt werden. Ausnahmen sind Kinder und Jugendliche in der Wachstumsphase.
Nach Verlust von Zähnen stellt sich die Frage, welcher Zahnersatz ist für mich persönlich die beste und medizinisch sinnvollste Lösung? Oft sind die Nachteile einer konventionellen Brücke und die Vorteile einer Implantatlösung nicht bekannt. Erst nach einem Beratungsgespräch mit dem Zahnarzt kann die Frage geklärt werden, welchen Betrag man für seine neuen Zähne einplanen muss und welche Erwartungen an den neuen Zahnersatz gestellt werden können.

Lebensqualität
Implantate sorgen für Selbstsicherheit. In jedem Alter
Im Prinzip können Zahnimplantate bei Erwachsenen in fast jedem Alter eingesetzt werden. Ausnahmen sind Kinder und Jugendliche in der Wachstumsphase. Für eine Implantatbehandlung muss das Wachstum abgeschlossen sein. Nach "oben" besteht keine Altersgrenze.
Grundlegende Voraussetzungen für die Implantation sind neben normaler Wundheilungskapazität und allgemeiner Gesundheit ein nach Qualität und Volumen ausreichendes Knochenangebot. Reicht das Knochenvolumen für das Setzen eines Implantates nicht aus, kann die Neuanlage von Knochen angeregt bzw. mit entnommenem Eigenknochen das Defizit ausgeglichen werden.
Gegen eine Implantation sprechen Krankheiten, wie zum Beispiel ausgeprägte Stoffwechselerkrankungen, Leber-, Nieren-, Blut- und Knochenleiden. Erhöhter Nikotin- und Alkoholkonsum gefährdet einen Implantationserfolg ebenfalls. Gute Mundhygiene ist eine Grundvoraussetzung für den Erfolg der Implantologie. Parodontale Erkrankungen müssen vor der Implantatbehandlung behoben und das Zahnfleisch entzündungsfrei sein. Professionelle Zahnreinigungen in der Zahnarztpraxis helfen, eine Erfolg versprechende Ausgangssituation für die Implantation zu schaffen. Vor und nach der Implantatbehandlung muss der Patient zur regelmäßigen Prophylaxebetreuung bereit sein.
Vorteile der Implantatversorgung
- Natürliche Belastung des Kieferknochens
- Schutz vor Knochenabbau
- Langlebige gut dokumentierte Erfolgsraten
- Schutz gesunder Zahnsubstanz
- Implantate fühlen sich an wie natürliche Zähne
Diesen Vorteilen steht eine höhere Investition für die Implantat getragene Lösung gegenüber. Die geringen Kosten für eine konventionelle Brücke gehen mit diesen Nachteilen einher. Für die Befestigung einer Brücke oder Krone müssen die natürlichen Nachbarzähne beschliffen werden. Es wird gesunde Zahnsubstanz zerstört, um Stützpfeiler für die Brücke zu schaffen. Sobald die Brücke auf den Pfeilern zementiert ist, kann sie nicht mehr verändert werden. Nach längerem Tragen der Brücke kann sich der Knochen aufgrund fehlender Belastung unter dieser zurückbilden. Es können eine Lücke und dunkle Kronenränder entstehen. Das anfänglich gute ästhetische Ergebnis einer Brücke kann durch diesen Knochenabbau und Zahnfleischrückgang erheblich geschmälert werden. Aufgrund des Knochenabbaus und Fehlbelastungen können aufwendige Nachbehandlungen mit häufigen Zahnarztbesuchen notwendig werden
Am Beispiel des Vergleiches Einzelzahnversorgung mit einem Implantat und konventioneller Krone beginnen sich die Kosten einer Einzelzahnversorgung nach 7 Jahren auszuzahlen, da die langfristigen Erhaltungskosten der Implantatlösung geringer sind als bei einer konventionellen Brücke.
Der finanzielle Aspekt allein sollte nicht entscheidend sein, wenn es um die Wahl zwischen einer implantatgetragenen und einer konventionellen Versorgung geht. Die Frage „Für wen eignen sich Zahnimplantate?“ sollte auch mit Blick auf die mit Implantaten zu gewinnende Lebensqualität beantwortet werden. Ob Zahnimplantate für Sie in Frage kommen, kann nur Ihr Arzt nach ausführlicher Untersuchung mit Ihnen gemeinsam entscheiden. Entweder setzt er die Implantate selbst oder überweist Sie für die Implantatchirurgie zu einem Kollegen. Die Prothetik, also die Eingliederung der neuen Zähne übernimmt in der Regel immer Ihr Zahnarzt.

Grafik: Nach 7 Jahren beginnen sich die Kosten einer Einzelzahnversorgung auszuzahlen, da die langfristigen Erhaltungskosten geringer sind als bei einer konventionellen Brücke.
Wie vergleichende Studien gezeigt haben, sind konventionelle Prothesen langfristig nicht immer die kosteneffizienteste Lösung:
- In einigen Situationen mit entweder nicht oder nur minimal zu versorgenden Zähnen und ausreichendem Knochen ist eine Implantatlösung aus wirtschaftlicher Sicht zu empfehlen.¹
- Zum Ersatz eines einzelnen Zahns wird ein einzelnes Implantat im Vergleich zu einer traditionellen dreigliedrigen festsitzenden Brücke als kosteneffektive Behandlungsoption betrachtet.²
- Beim Ersatz mehrerer Zähne waren Dentalimplantate (festsitzender oder herausnehmbarer Zahnersatz) im Vergleich zu anderen Behandlungsoptionen mit höheren initialen Kosten, aber stärkeren Verbesserungen der mit der Mundgesundheit zusammenhängenden Lebensqualität verbunden.³
¹ Priest, GF, Priest JE. The Economics Of Implants For Single Missing Teeth. Dental Economics 2004;94(5):130-138.
² Vogel R1, Smith-Palmer J, Valentine W. Evaluating the health economic implications and cost-effectiveness of dental implants: a literature review.
³ Blackwell, R, Lowe, R, Morris, G, Priest, G, Implant Economics, A Supplement To Dental Practice Report, September 2004.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Zahnimplantate sind bei Erwachsenen in fast jedem Alter möglich; nach oben gibt es keine Altersgrenze.
- Bei Kindern und Jugendlichen wird nicht implantiert – das Kieferwachstum muss abgeschlossen sein.
- Voraussetzung sind normale Wundheilung, allgemeine Gesundheit und ausreichend Knochen; fehlender Knochen lässt sich oft aufbauen.
- Gegen eine Implantation sprechen können ausgeprägte Stoffwechselerkrankungen sowie Leber-, Nieren-, Blut- und Knochenleiden.
- Erhöhter Nikotin- und Alkoholkonsum gefährdet den Erfolg; gute Mundhygiene ist Grundvoraussetzung.
Kurz beantwortet