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Sofortimplantation und frühzeitige Implantation

Sofortimplantation und frühzeitige Implantation für den Erhalt wichtiger Knochen- und Weichgewebsstrukturen

Leere Zahnlücke im Oberkiefer nach der Zahnentfernung, schematisch

Zeitpunkt

Implantieren direkt nach der Extraktion

Vor der Entscheidung einer Zahnentfernung eines klinisch nicht erhaltungswürdigen Zahns kann in ausgesuchten Fällen die Sofortimplantation eines Implantates geplant werden. Während der Zahnextraktion wird direkt im Anschluss der Zahnentfernung (Zahnextraktion) das Implantat gesetzt. Sofortimplantationen sind in allen Kieferregionen möglich. Voraussetzung für eine erfolgreiche Einheilung des Implantates ist eine entzündungsfreie und gute anatomische Ausgangssituation (entzündungsfreie Alveole) mit ausreichendem Knochenangebot für ein solides Implantatlager.

Eine Sofortimplantation bzw. frühzeitige Implantation kann in Einzelfällen empfohlen werden, um wichtige Knochen- und Weichgewebsstrukturen zu erhalten. Zum Zeitpunkt der Extraktion steht in der Regel noch ein in Höhe und Breite unveränderter Alveolarkamm für die Aufnahme des Implantates zur Verfügung. Wichtig ist, dass der Zahnkanal unversehrt geblieben und stabil ist. Der Erhalt des Knochens und des Weichgewebes kann ein ansprechendes, ästhetisches Ergebnis unterstützen.

Verzögerte Sofortimplantation

Bei der verzögerten Sofortimplantation vergehen zwischen der Zahnentfernung und der Implantation in der Regel mehrere Wochen, in denen das Weichgewebe ausheilen kann. Das Infektionsrisiko ist gering. Auch das Knochengewebe kann sich noch nicht soweit zurückbilden, dass der stabile Halt des Implantats gefährdet wäre.

Bei der Sofortimplantation bzw. der verzögerten Sofortimplantation dürfen die Implantate nicht belastet werden. Erst nach der Einheilphase sitzen die Implantate sicher. Zu frühe Belastung gefährdet die Einheilung des Implantates und kann zu dessen Verlust führen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Bei der Sofortimplantation wird das Implantat unmittelbar nach der Zahnentfernung in dieselbe Alveole gesetzt.
  • Voraussetzung ist eine entzündungsfreie Ausgangssituation mit ausreichendem Knochenangebot.
  • Bei der verzögerten Sofortimplantation vergehen zwischen Zahnentfernung und Implantation mehrere Wochen, in denen das Weichgewebe ausheilt.
  • Auch sofort gesetzte Implantate dürfen während der Einheilphase nicht belastet werden.

Kurz beantwortet

Häufig gestellte Fragen

In ausgesuchten Fällen ja. Voraussetzung ist, dass die Alveole entzündungsfrei ist und genug Knochen für einen soliden Halt vorhanden ist.
Dabei vergehen zwischen Zahnentfernung und Implantation mehrere Wochen. Das Weichgewebe kann ausheilen, das Infektionsrisiko sinkt, und der Knochen hat sich noch nicht wesentlich zurückgebildet.
Sie sparen einen Eingriff und die Wartezeit bis zur Implantation. Die Einheilzeit selbst verkürzt sich nicht – auch ein sofort gesetztes Implantat darf während der Einheilphase nicht belastet werden.