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Vollständig zahnloser Kiefer mit 4 geneigten Implantaten

Eine prothetische Komplettversorgung kann auf vier Implantaten pro Kiefer befestigt werden.

4-6 Implantate geneigt

geneigte ImplantateBefestigung auf geneigten Implantatengeneigte Implantate im Kiefer

Festsitzende Sofortversorgungen bei zahnlosen Patienten

Die individuelle Planung bei einer Sofortversorgung ist besonders wichtig. Das Knochenangebot, Knochenvolumen und Knochenqualität werden auf Basis 3-dimensionaler, digitaler Volumentomographie bestimmt. Mit einer speziellen Planungssoftware wird die Position der Implantate ermittelt. Mit den gewonnenen 3-D Daten wird eine Bohrschablone gefertigt. Mit Hilfe dieser Schablone sind eine schonende Implantation und eine präzise Positionierung der Implantate gesichert. Dieses Implantationskonzept ist eine Alternative zur herkömmlichen Implantatversorgung und eignet sich ideal für Patienten, die Implantate wünschen, ohne den langwierigen Knochenaufbau und die damit verbundene längere Einheilzeit in Kauf nehmen zu müssen. Die Vorgehensweise ermöglicht eine prothetische Flexibilität, die steggetragene oder fest verschraubte Prothesen zulässt. Da weniger Implantate inseriert werden, beeinflusst dies auch die Kosten der Implantat getragenen Lösung.

Direkt im Anschluss an die Implantation kann zunächst ein provisorischer, jedoch schon fest sitzender Zahnersatz eingegliedert werden. Diesen können Patienten in der Regel kurz nach der Eingliederung normal belasten. Nach einer individuell festzulegenden Einheilzeit, die einige Wochen bzw. wenige Monate beträgt, kann der endgültige Zahnersatz eingesetzt werden.

Die Gestaltung des Implantat getragenen Zahnersatzes auf nur vier Implantaten ist identisch wie bei einer konventionellen Lösung mit Implantaten. Die Prothese sieht aus wie natürliche Zähne. Die Zahnform und -farbe sind von diesen nicht zu unterscheiden.

Vier geneigte Implantate im zahnlosen Unterkiefer, Schrägansicht

Lösung

Vier Implantate für einen zahnlosen Kiefer

Mit einer neuen Generation von chirurgischen und prothetischen Komponenten kann eine prothetische Komplettversorgung auf vier Implantaten pro Kiefer befestigt werden. Diese Lösung berücksichtigt die individuelle anatomische Situation zahnloser Patienten mit Knochenatrophie. Es handelt sich um ein weniger komplexes Verfahren zur Behandlung unbezahnter Kiefer mit festsitzendem, implantatgetragenem Zahnersatz. Das Verfahren stellt eine sehr gute Lösung für Patienten dar, die aufgrund längerer Zahnlosigkeit bzw. den dadurch bedingten Knochenabbau keine Kandidaten für die konventionelle Implantologie sind. Dieses Behandlungskonzept kann Lösungen mit deutlich verkürzten Eingriffszeiten bieten.

Bei dieser Variante des vollständig zahnlosen Kiefers mit 4 geneigten Implantaten werden die Implantate in bestimmten Neigungswinkeln gesetzt, um eine gute Lastenverteilung für den festen Sitz der neuen Zähne zu ermöglichen. Jeweils zwei Implantate werden im vorderen und zwei Implantate im hinteren Bereich des Kieferbogens platziert. Durch die Neigung der hinteren Implantate wird das vorhandene Knochenangebot optimal genutzt. Die geneigt eingesetzten Implantate schonen sensible Strukturen wie Kieferhöhle und Nerven und erzielen einen stabilen Halt im Knochen der Kieferbasis. Durch die schräge Positionierung werden im Unterkiefer der Nerv und im Oberkiefer die Nasennebenhöhlen geschont. Die schräg gesetzten Implantate können eine größere Belastung durch den Kaudruck auffangen. Die Lösung auf nur vier Implantaten bietet ein stabiles Fundament für den Zahnersatz. Das Konzept mit den schräg gesetzten Implantaten sorgt für eine erforderliche Stabilität beim Kauen und sicheren Halt beim Sprechen. Diese Stabilität könnte mit konventionell gesetzten Implantaten nur mit einer größeren Anzahl realisiert werden.

Das Setzen der Implantate kann gegebenenfalls minimal invasiv und gewebeschonend ohne Aufschneiden des Zahnfleisches erfolgen. In diesem Fall sind weniger Schmerzen oder Unbehagen nach der Insertion zu erwarten. Die Operation kann schonender bei insgesamt kürzerer Behandlungszeit erfolgen. Da im Oberkiefer statt sechs nur vier Implantate gesetzt werden müssen, verringert sich auch der chirurgische Aufwand. Beschwerden und Schmerzen für den Patienten sollen sich auf ein Minimum reduzieren lassen. Eine lange und aufwendige Therapie zum Aufbau von verlorenem Knochen kann so oft vermieden werden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Eine Komplettversorgung des zahnlosen Kiefers lässt sich auf vier Implantaten befestigen.
  • Die hinteren Implantate werden geneigt gesetzt und nutzen so das vorhandene Knochenangebot besser aus.
  • Die schräge Positionierung schont Kieferhöhle und Nerven und ermöglicht größere Stabilität.
  • Geplant wird auf Basis einer dreidimensionalen Aufnahme; eine Bohrschablone überträgt die Planung in den Mund.

Kurz beantwortet

Häufig gestellte Fragen

Bei geeigneter Anatomie ja. Werden die hinteren Implantate geneigt gesetzt, tragen vier Implantate eine festsitzende Komplettversorgung pro Kiefer.
Weil sich so das vorhandene Knochenangebot besser nutzen lässt. Die schräge Position schont zugleich Kieferhöhle und Nerven und erlaubt größere, stabilere Implantate.
Oft ja. Das Verfahren wurde gerade für zahnlose Patienten mit Knochenrückgang entwickelt und kommt häufig ohne aufwendigen Knochenaufbau aus.